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Ich bin glücklich!

Die Begegnung mit einer jungen engagierten muslimischen Lehrerin klang noch nach in mirf. Wir hatten gemeinsam eine sehr lebendige Erfahrung mit ihrer Klasse 7 machen können. „Das war eine echte Friedensinsel, die wir erlebt haben!“ ließ sie mich wissen. Wenige Tage später schrieb sie: „Ich wollte die Welt im großen Stil verändern und dachte, dass ich Großes auf die Beine stellen muss, bis ich erkannt habe, dass die große Veränderung im Kleinen beginnt - in der Begegnung mit Kindern, Jugendlichen. So habe ich mein Glück gefunden. Wir bauen diese Brücken gemeinsam, alle zusammen, in unseren Klassen, in unseren Gemeinden, auf der Straße, wenn wir uns einfach nur anlächeln und grüßen.“ Später durfte ich lesen: „Mit muslimischen Freunden haben wir uns zu Weihnachten beschenkt. Die Aufgabe war, zu benennen,  welche schönen Namen Gottes ich in meinem Gegenüber sehe. Und weißt du, wenn ich – nach unserer gemeinsamen Erfahrung an meiner Schule mit dir - an dich denke, dann sehe ich Gottes Barmherzigkeit und Güte ‚al-rauf‘, seine Sanftmut ‚al-latif‘, seine Stärke und Würde ‚al-aziz‘. Wenn wir Gottes Namen so widerspiegeln in unseren Begegnungen, wird die Welt zu einem schönen Ort.“

In einer Mail las ich: „Ende des Monats bin ich mit der Bahn von Rom nach Deutschland gereist. Aufgrund eines ausgefallenen Zuges und allerhand Verspätungen kam ich nicht, wie geplant, um 20.44 Uhr an, sondern um 23.28 Uhr. Zwischendurch hatte ich via WhatsApp die jeweils aktuelle Ankunftszeit meinen Mitbrüdern durchgegeben, weil mich einer am Bahnhof abholen wollte. Als ich schlussendlich müde ankam, war keiner da. Ich war niedergeschlagen, telefonierte und hörte, dass einer auf dem Weg sei. Ich war in Versuchung, meinem Ärger (über das Warten-Müssen im Kalten) Luft zu machen, dachte aber dann an das biblische Wort ‚Selig, die Frieden stiften!‘. So wäre ich kein Friedensstifter! Und dann wurde mir bewusst, dass der andere seine Nachtruhe wegen mir verschoben hatte und ich konnte einfach dankbar sein….

Liebe Freunde von go4peace,
am Ende dieses heiligen Jahres, in dem uns Papst Franziskus einladen hat, als Pilger der Hoffnung unterwegs zu sein, teile ich selber im Dezember einen „starken Moment der Hoffnung“ aus meinem Leben mit euch:
„‘Darf ich Sie anrufen?‘ lese ich auf meinem Handy. ‚Na klar!‘ meine schnelle Antwort. ‚Ich wollte Sie auf jeden Fall persönlich sprechen, denn als ich gestern das kleine Päckchen mit dem wunderbaren Stern bekommen habe, war ich so gerührt! Es hat mir viel Hoffnung gegeben in dieser schweren Zeit. Sie wissen ja, ich komme aus dem Gaza-Streifen und bin schon einige Jahre in Deutschland, aber meine ganze Familie ist weiterhin dort – mittlerweile lebt sie in selbstzusammengebauten Zelten…‘
Gebannt höre ich zu und spüre, was mein kleines Geschenk für diese Palästinenserin in einer Nachbarstadt bedeutet hat. Alles hatte damit begonnen, dass ihre Freundin ihr das Licht von Betlehem gebracht hatte … Gott schreibt in allem Dunkel SEINE ganz persönliche Geschichte des Friedens!“
Wir möchten dir am Ende dieses besonderen Jahres Danke sagen für den Pilgerweg der Hoffnung, den wir gemeinsam durch dieses Jahr 2025 gegangen sind. Danke für alle geteilten Erfahrungen. Es sind und bleiben Sterne der Hoffnung am Nachthimmel dieser Zeit. Möge Jesus am Weihnachtsfest an vielen Orten in der Mitte der Seinen geboren werden. Wir wissen uns mit euch allen betend und liebend gemeinsam auf dem Weg! Verbünden wir uns in diesem Monat Dezember über alle Grenzen hinweg im Motto: Bring Licht!
für das go4peace-Team Meinolf Wacker
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P.S.: Teilt gern eure Erfahrungen in der App go4peace im Bereich „Entdecken & Schreiben“.

Eher beiläufig waren wir einander bei einem Treffen in der Bistumsstadt begegnet. Zwei junge in kirchlicher Jugendarbeit engagierte Studentinnen erzählten mir von all dem, was sie an Aktivitäten verantworteten. Als ich sie fragte: „Was würdet ihr als Antwort auf die Frage ‚Wer ist Gott für mich?‘ auf einen kleinen Zettel schreiben?“ schauten sie mich mit großen Augen an. „Boh, gar nicht so einfach, eine Antwort zu finden, aber für mich ist Gott irgendwie ganz, ganz nah und dennoch weit weg, weil unbegreifbar.“ Unser Austausch wurde immer lebendiger. Als sie mich nach meiner Arbeit fragten, erzählte ich ihnen von den Logbüchern, die wir für Jugendliche entwickelt haben, um sie stark zu machen für ihr Leben. Ich versprach ihnen, ein Exemplar der Bücher zuzusenden. Am nächsten Tag las ich in ihrer Botschaft:  „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir dich kennenlernen durften und haben ganz viel aus unserem Gespräch mitgenommen. An dieser Stelle möchte ich nochmal sagen, wie wichtig eure Arbeit ist und man merkt, wie viel Herzblut darin steckt, danke für deinen und euren Einsatz. Wir freuen uns schon auf die Logbücher und sind gespannt. Die Konzepte von navi4life bieten sich wirklich perfekt an für unsere Firmvorbereitung.“ – In diesem Augenblick fühlte ich mich von Gott umarmt!