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Ich bin glücklich!

"Die Perlen des Lebens bewirken viel mehr, als wir zu glauben hoffen.  Als vor einem Monat meine Nachbarin mit der Diagnose "Krebs" nach Hause zu ihrer Familie kam, waren alle schockiert und weinten bittere Tränen. Ihr Mann, selber auch krank, litt am meisten. Am nächsten Tag kam sie dann zu mir und erzählte mir alles. Ich sah ihr an, wie sehr sie krank ist. Am Sonntag zuvor hatte ich gerade vier Perlenketten gekauft. Im Gespräch mit meiner lieben Nachbarin überreichte ich ihr eine davon, mit den Worten: "Glaube, dass ER da ist und es wird gut." Seit diesem Tag, ist sie wie verwandelt, kein Tag vergeht mit Klagen und Weinen und die Perlenkette trägt sie immer an ihrem Handgelenk. Sie kann sogar lachen, auch wenn sie manchmal darüber nachdenkt, was wohl noch auf sie zukommen wird. Als ich ihr am letzten Sonntag erklärte, was die "Perle der Stille" sei, spürte ich mit ihr eine Verbundenheit und eine grosse Dankbarkeit. Ihre Seele kommt zur Ruhe, nun liegt es in Gottes Hand, und dem Wirken der Medizin. Mein Mann und ich beten täglich für sie, und ich bitte die Muttergottes von Lourdes ihr zu helfen."

Heute kam ein 5jähriges Mädchen auf mich zu und erzählte:
"Ich bin heute bei der Türschwelle mit meiner Warze am Fuss hängen gelbieben und es hat ganz fest weh getan. Ich musste fest weinen. Doch da habe ich mich daran erinnert, dass Jesus ja da ist und das hat mich getröstet."

Unterwegs in die Ferien merkte ich, dass ich das Ladegerät für mein Mobiltelefon zu Hause vergessen hatte - So ein Mist. Dieser Gedanke nahm mich völlig gefangen. Doch jetzt konnte ich nichts daran ändern. Ich versuchte den Augenblick zu leben und hörte jemandem mit innerster Aufmerksamkeit zu, der mir aus seinem Leben erzählen wollte.
Ich nahm die Stille-Perle in die Hand und betete: "Bei Dir Gott kommt meine Seele zur Ruhe." Ich war plötzlich sicher, dass mir Gott ein Netzgerät zuspielen würde. Als ich dann meinem Mitreisenden von meinem Missgeschick erzählte, suchte er in seinem Gepäck und stellte mir ein Netzgerät aus verschiedenen Teilen zusammen. “So schnell geht das?” dachte ich mir und meinte, die Erfahrung wäre zu Ende. Doch als ich das Gerät in der Ferienwohnung ans Netz hängte, hieß es: "Gerät wird nicht geladen."
Am Abend klingelte es an unsere Tür. Der Mann aus unserer Nachbarwohnung stand da und brachte mir eine Netzgerät. Woher nur wusste der, dass ich ein solches brauchte? - Er hatte im Bus meinen Kollegen kennen gelernt und dieser hatte ihn danach gefragt. Doch als wir es anstecken wollten, war der Stecker zu klein. Mein Modell war schon zu alt. Dann wird es wohl nochmals anders gehen - dachte ich.
Mir kam die Ideen, den Pfarrer im Dorf zu besuchen und ihn nach einem Netzteil zu fragen. Ich machte den Besuch. Aber auf dem Heimweg stellte ich fest: Ich hatte ihn nicht nach dem Ladegerät gefragt - vergessen!
Ich muss wohl auch meinen Teil tun - dachte ich - und nicht nur darauf warten, das mir das Netzgerät zufällt. Unterdessen war der Akku völlig leer. So nahm ich meinen Mut zusammen und klingelte beim Vermieter. Er ging in seine Wohnung, um nachzusehen, ob er ein solch altes Ding besässe. Und siehe da: nach einigen Minuten kam er mit einem Ladegerät zurück und es passte - perfekt! Ich freute mich, dass mich diese Situation über viele Tage ins Vertrauen zu Gott gestellt hatte.

Es war eine schwere Situation. In meinem Bekanntenkreis hatte eine junge Frau eine Totgeburt. Sie und ihr Mann waren zu tiefst in Trauer und in Verunsicherung. Irgendwie spürte ich, nicht einfach zur Tagesordnung übergehen zu können. Verweile! Die Situation dieses jungen Paares ging mir nach. Wie sollten sich die beiden von ihrem ersten - tot-geborenen - Kind verabschieden. Mir kam die Idee, einen Priester anzurufen. Wir entschieden, den jungen  Eltern eine schlichte Segnungs- und Verabschiedungsfeier vorzuschlagen. Gern willigten sie ein. Am Tag der Feier trafen wir uns mit einer Hebamme, den Eltern und dem Priester im Krankenhaus. Einfühlsam gestaltete er die Augenblicke des Abschied-Nehmens. Es war alles andere als leicht. Und doch spürte ich, wie der junge Vater nach der Feier erlöst und erleichtert wirkte.