Zum Hauptinhalt springen

Ich bin glücklich!

“Kann ich vor unserem nächsten Gruppentreffen nochmals zu dir kommen?” las ich in einer sms. “Na klar!” Am nächsten Tag schon sassen wir bei einem Kaffee zusammen. “Weißt du, es fällt mir gar nicht so leicht zu sagen, aber ich leide an Depressionen! Und gleichzeitig bin ich Weltmeisterin im Verdrängen. Alle, die mich gut kennen und denen ich das gesagt habe, sind  aus allen Wolken gefallen. Aber ich spüre unter all meinem Aktiv-Sein und hinter all dem Stress, den ich mir oft selbst mache und hinter dem ich mich verberge und zerstreue, ist irgendetwas für mich nicht Fassbares. Und das macht mir unsicher und traurig. Oft lähmt es mich sogar!” Voller Hochachtung sass ich einem jungen Menschen gegenüber, der sein Leben mit Entschiedenheit in die Hand nahm. “Und ich kann das nicht anders, als diese Phase mit Gott zu leben!” Lange redeten wir zusammen und am Ende die frohe Botschaft: “Egal, was meine Seele hervorbringen wird, egal, mit welchen auch schweren Brocken ich vielleicht leben lernen muss, es stimmt wirklich, ich kann immer sagen: “Du, Herr, kennst mich!” In aller Unsicherheit und Angewiesenheit gibt mir das eine tiefe Zuversicht!

Neulich traf ich mich sonntags mit meiner Freundin, einer Studentin, die sich zurzeit in einer Psychatrie helfen läßt,  in der Stadt. Wir sind durch die Straßen zu einem See gegangen,  einmal um den See gelaufen und haben ihrer alten Schule besucht. Sie erzählte mir von ihrem Aufenthalt in der Psychatrie. Strahlend berichtete sie, dass sie dort jetzt als einziges Mädchen mit den Jungs Fußball spielt, schwimmen geht und dass es dort ganz viele junge Leute gibt denen es viel schlechter geht als ihr. Mittlerweile hat sie sich mit einigen auch schon angefreundet. Wir standen dann an einer Pommesbude. Dort sprachen uns ein paar Hannover96fans an. Nachdem sie merkten, dass wir die totalen Fernsehfußballbanausen sind, haben sie uns erstmal ‘aufgeklärt’. Das war sehr amüsant, wir haben viel gelacht. Am Abend sind wir dann zusammen zum Hochschulgottesdienst und gemütlichem Beisammensein in die KHG gegangen. Ohne unser Motto aus dem Sarajevo-Begegnungscamp "Stinknormal- aber total", das ich mir vorgenommen hatte, hätte ich gewiss nicht einfach normal sein können! Ja, Herr, Du kennst mich! Mit diesem Gebet bin ich fast schmunzelnd -  aber glücklich abends eingeschlafen.

Neulich traf ich mich sonntags mit meiner Freundin, einer Studentin, die sich zurzeit in einer Psychatrie helfen läßt,  in der Stadt. Wir sind durch die Straßen zu einem See gegangen,  einmal um den See gelaufen und haben ihrer alten Schule besucht. Sie erzählte mir von ihrem Aufenthalt in der Psychatrie. Strahlend berichtete sie, dass sie dort jetzt als einziges Mädchen mit den Jungs Fußball spielt, schwimmen geht und dass es dort ganz viele junge Leute gibt denen es viel schlechter geht als ihr. Mittlerweile hat sie sich mit einigen auch schon angefreundet. Wir standen dann an einer Pommesbude. Dort sprachen uns ein paar Hannover96fans an. Nachdem sie merkten, dass wir die totalen Fernsehfußballbanausen sind, haben sie uns erstmal ‘aufgeklärt’. Das war sehr amüsant, wir haben viel gelacht. Am Abend sind wir dann zusammen zum Hochschulgottesdienst und gemütlichem Beisammensein in die KHG gegangen. Ohne unser Motto aus dem Sarajevo-Begegnungscamp "Stinknormal- aber total", das ich mir vorgenommen hatte, hätte ich gewiss nicht einfach normal sein können! Ja, Herr, Du kennst mich! Mit diesem Gebet bin ich fast schmunzelnd -  aber glücklich abends eingeschlafen.

Zwei Termine waren ausgefallen. Für abends stand noch eine schwierige Sitzung an. Ich wusste so recht nichts mit der frei gewordenen Zeit anzufangen. “Verweile!” kam mir in den Sinn. Ich ging einige Augenblicke in eine nahe liegende Kirche und erzählte Gott viele Dinge, die ich im Herzen hatte. Eine Familie kam mir in den Sinn, die ich noch besuchen wollte. Die Tochter der Familie hatte nach einem Unfall mit schwerwiegenden gesundheitlichen Einschränkungen das Leben in gewisser Weise neu zu lernen. Ich machte mich auf, diese Familie zu besuchen. Vom ersten Augenblick herrschte eine große Offenheit. Die Tochter - sprachlich durch den Unfall sehr gehandicapt - ließ uns verstehen, dass sie an einer bestimmten Beziehung sehr litt. In den unter uns entstandenen Raum hinein, konnte sie sich ganz ausdrücken und fand ein tiefes Verständnis. Ich spürte eine große Freude und Erleichterung in ihren Augen, als ich mich wieder verabschiedete. - Ich verstand: An diesem Nachmittag hatte Jesus mich durch sein Wort in diese Familie geführt.