Soforthilfe für die Ukraine

23.03.2022
Am Morgen dieses Tages sprechen wir über eine Stunde mit Michael in der Ukraine. Er erzählt unvorstellbare Dinge. In den vergangenen Tagen hat er Menschen in Massengräber legen müssen und ihre Dokumente gerettet, um sie später an Angehörige weitergeben zu können... Außerdem sind 55 Waisenkinder aus der Gegend von Mariupol angekommen. Sie sind zum Teil mutterseelenallein auf Bahnhöfen gefunden worden. Niemand kümmerte sich um sie. Michael mit einigen Helfern*innen von go4peace hat sie aufgenommen. Es sind "Schwestern der Heiligen Familie" gefunden, die sich um diese Kinder sorgen. Sie sind jetzt in einem großen Speisesaal untergebracht - mit nur einer Toilette für alle. Es ist bereits ein Konzept entstanden, für diese Kinder aus mobilen Holz-Container-Einheiten ein kleines Kinderdorf erstehen zu lassen. Ein Quadratmeter Wohnraum dieses kindgerechten Dorfes wird 425 € kosten. Geplant ist, einen Wohnraum von 266 m2 erstehen zu lassen. Wir entscheiden, mit diesem Hilfsprojekt weiter zu machen.

22.03.2022
Das Spendenziel der knapp 90.000 € für die Feldküchen ist erreicht. Wir sind unendlich dankbar und glücklich über die vielen Hilfs-Aktionen und Spenden! Der überschüssige Teil des Geldes wird in eine weitere Feldküche für Kinder gehen. Wir werden das morgen klären. Weitere Finanzmittel werden für die Lebensmittel der vielen Binnenflüchtlinge verwandt.

21.03.2022
In Oberhundem im Sauerland hat die DLRG-Gruppe des Ortes am Samstag einen "Tag für die Ukraine" im Hallenbad des Ortes veranstaltet. Viele Besucher*innen kamen und verbrachten einen schönen Tag im Wasser des Bades am Rothaarsteig und bei Begegnungsangeboten vor dem Bad. Insgesamt kamen 2.100 € zusammen und der Theaterverein des Ortes hat sich entschieden noch 500 € beizusteuern.

19.03.2022
Es schellt. Eine schwerkranke Frau steht mit ihrer Hilfe an der Tür. Ich möchte auch schnelle Hilfe für die Ukraine leisten, läßt sie mich wissen. Sie gibt mir 300 € und hat selber nicht viel. - Die Mutter von Lilli hat nach der Spendenkonto-Nummer gefragt. Lilli ist eine junge Meßdienerin aus Methler. Als wir nachfragen, was Lilli gemacht habe, erfahren wir: Sie hat mit ihrer Freundin in der Nachbarschaft eine Waffelbackaktion auf die Beine gestellt und 460 € gesammelt. Auch die will sie für die Feldküchen spenden.

18.03.2022
Meinolf steht fast täglich mit Michael Melnyk in Verbindung. Spät abends schreibt er zurück: "Danke, dass Du einfach da bist und dass Du SMS schreibst. Sie geben mir Kraft und Halt. Heute war ich den ganzen Tag unterwegs. Ich besuchte Flüchtlinge in verschiedenen Gemeinden. Es war eine sehr starke Erfahrung. Du weißt, es ist schon der zweite Konflikt in meinem Leben. Schon im Jahr 2014 habe ich getöteten Menschen - einige davon meine Freunde - gesehen und sie begraben. Und jetzt wütet der Krieg mit noch größerer Intensität. Heute Morgen wurden wir wieder mit russischen Raketen angegriffen. Mein Körper hat sich daran gewöhnt, morgens um 4:30 Uhr aufzustehen. Normalerweise begannen gegen 5:00 Uhr morgens die Angriffe. Das ist unsere schwere Realität. Aber heute hat mir der Tag einen echten Schub gegeben, um voranzukommen. Ich bin einfach losgegangen - ohne große Pläne. Ich bin vielen Menschen begegnet, hab nicht viel geredet, sondern war den Menschen einfach nahe. - Das war richtig gut! Ich finde, dass Gott etwas vorhat ... es ist gut, in Gottes Spiel und mit Gott zu sein."

Eine junge Unternehmerin hat die Erfahrung "Ich geb Dir, was ich habe!" in der App "go4peace" gelesen. Sie ist so gerührt und schreibt: "Ich bin so froh über diesen konkreten Weg helfen zu können. Ich überweise gleich morgen früh 1.000 €." - Wie mancher hat den gleichen Schritt getan, so dass wir mittlerweile 5 Feldküchen bezahlen konnten.

17.03.2022
Die Schüler*innen des 2. Jahrgangs mit ihren Klassenlehrer*innen und der Schulleitung der Diesterwegschule in Kamen haben am vergangenen Freitag eine große Waffelbackaktion für die Ukraine veranstaltet. Voller Begeisterung haben die Kinder erzählt, wie toll die Waffeln geschmeckt haben und mit welcher Freude sie sich für die Ukraine engagiert haben. Die Klassensprecher*innen übergaben einen Scheck in Höhe von 800 € an Meinolf Wacker und versprachen, auch weiter an dem Projekt dran zu bleiben, damit in Zukunft auch die Nahrungsmittel, die benötigt werden, bezahlt werden können.

16.03.2022
„Lotta läuft“. Lotta, ein 10jähriges Mädchen aus Methler, hat sich vom Leid der Menschen in der UA so anrühren lassen, dass sie sich entschieden hat, 10 Tage lang für die Ukraine zu laufen. Jeden Kilometer hat sie aus ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis sponsern lassen. Dieses Geld will sie für die Feldküchen spenden. Ein schöner Artikel mit Foto – mit Lotta und ihrem Hund Theo, der immer mitläuft – ist im Hellweger Anzeiger zu finden. – Am 25.03. findet in der Stadtbücherei Kamen eine Autorenlesung statt. Die drei heimischen Autoren, die ihre Gedichte lesen werden, haben sich entschieden, ihr Honorar ebenfalls für die Ukraine zu spenden.

15.03.2022
Die ersten 4 Feldküchen à 14.500 € sind bezahlt. Das Geld wird in die Ukraine überwiesen. Der große Pastorale Raum Bielefeld mit 7 Gemeinden fordert 500 Flyer der Aktion an. Ein Großunternehmer aus der Stadt meldet sich und unterstütz das Projekt. Die Entscheidung in der Gesamtschule Kamen fällt. Einen großen Friedensmahner vor den Treppenstufen am Aufgang aufzustellen. Am 17.03. werden  Schüler*innen einer AG das Loch dazu ausheben. Am Samstag wird der Friedensmahner aufgestellt – mit zunächst nur der deutschen Sprachfassung „Frieden auf Erden“. In der Woche darauf erhält die Stehle ihren Farbanstrich in Schwedenrot und am 31.03., dem Tag der Ukraine in der GS, werden die anderen Sprachschilder am Mahner angebracht.

14.03.2022
150 Kulis mit der Aufschrift „Ihr seid das Licht der Welt“ und einer kleinen Birne im Kuli-Kopf werden in 10 verschiedenen Sprachen an eine Realschule in Gummersbach verschickt. Dort werden sie von den Schüler*innen für die Aktion „Feldküchen“ verkauft.

12.03.2022
Niko hat sich mit einem privaten Hilfskonvoi auf den Weg nach Lemberg gemacht. Er ist angekommen und fährt weiter, um Sergii  zu besuchen. Auf der Fazenda da esperanca in Hellefeld werden kleine Friedenstauben gefertigt und gegen eine Spende für das Projekt „Soforthilfe UA“ verschenkt.

11.03.2022
Meinolf ist nach Olpe zur Bäckerfachschule eingeladen worden. Die Meister-Schüler*Innen haben am Vortag vor Geschäften in Olpe und in der Sparkasse und Volksbank selbst angefertigte Gebäcktüten gegen eine Spende verteilt. Sparkasse und Volksbank haben das Ergebnis aufgestockt. Dabei sind 18.000 € zusammen gekommen. Die Hälfte bleibt bei der Caritas in Olpe für die ankommenden Flüchtlinge, die andere Hälfte geht an go4peace. Abends findet in Attendorn vom Franziskuskreis ein Friedensgebet statt. Es wird für das Projekt von go4peace geworben.

Erneutes Gespräch mit dem Sauerlandkurier. Es wird ein Artikel über das Engagement von go4peace in der Broschüre „800 Jahre Attendorn“ erscheinen. – Über 170 Überweisungen sind eingegangen.

10.03.2022
Die Schilder für die großen Friedensmahner gehen ein. „Friede auf Erden in den Sprachen Ukrainisch, Englisch, Russisch, Deutsch. Über die Hälfte es Geldes für die Feldküchen ist bereits eingegangen.

09.03.2022
Die Idee, eine Zoom-Konferenz für den Dortmunder Osten anzubieten wird geboren. Es werden alle Religionsgemeinschaften und Vereine für den kommenden Montag eingeladen, via Zoom das Projekt kennen zu lernen. Wir werden um Unterstützung bitten. 500 Flyer sind nach Bielefeld gegangen. 7 Gemeinden dort beteiligen sich. Ebenfalls sind Aktionen in Gummersbach, Rahden und Attendorn gestartet worden. – Da Holz sehr teuer geworden ist, hat Heinrich  in den vergangenen Tagen eine Bauanleitung für einen kleinen Friedensmahner aus Papier (zum Ausschneiden) angefertigt. Zu finden auf dieser Homepage. Er soll beim Katholikentag in Stuttgart am Stand der Fokolarbewegung angeboten werden.

08.03.2022
Besuch in der Diesterweg-Grundschule in Kamen. Die Kinder planen eine Waffelbackaktion für die Ukraine. Die Hälfte des Spendenaufkommens wird erreicht. Das erste Geld wird in die UA überwiesen.

07.03.2022
In Oberhundem werden zwei Veranstaltungen geplant – Schwimmen für den Frieden – und Ostereierverkauf. Meinolf besucht einen Kurs in der GS Kamen und spricht mit den Schüler*innen über das Friedensprojekt. Die Schulleiterin Nicole Ludwig ist erfreut, einen Friedensmahner im Gelände der GS und der Realschule aufstellen zu können. In einigen Schulstunden werden kleine Friedensmahner gebastelt. Eine große Spendenbereitschaft ist auf dem Spendenkonto festzustellen.

05.03.2022
Im Sauerlandkurier erzählt ein Artikel über das Engagement von go4peace. Detlef Beckmann, der zurzeit das navi4life (ein Tiny House auf Rädern) für uns baut, hat sich entschieden, im Sauerland Friedensmahner in den UA-Farben aufzustellen. Wir erzählen an einem Arbeitstag in seiner Schreinerei vom Projekt Soforthilfe. Die Aufmerksamkeit im Sauerland wächst.

04.03.2022
Erste Spenden gehen ein. Eine Schreinerei aus dem Sauerland spendet großherzig 5000 €. Um 17 Uhr findet auf dem Markplatz in Kamen eine Demonstration für den Frieden in der Ukraine und der ganzen Welt statt.  Bürgermeisterin Kappen hat dazu eingeladen. Die Vertreter aller religiösen Gemeinschaften halten Grußworte. Go4peace erzählt von dem persönlichen Engagement unserer go4peace-Verbündeten in der Ukraine. Es sind emotional sehr bewegende Augenblicke. Viele Armbänder „building bridges in Europe – go4peace“ werden verteilt.

03.03.2022
Der Flyer „Soforthilfe für die Ukraine“ wird 2000-fach geliefert.

02.03.2022
Meinolf Wacker erreicht Michael Melnyk in der Ukraine. Er hat als Leiter der Ukrainischen Sozialakademie mit seinem Team Kiew am 24.02.2022 verlassen. Die Situation war zu unsicher geworden. Sein Team, in dem einige go4peace-Mtiglieder mitarbeiten ist bei den eigenen Familien und bei Verwandten über die ganze West-Ukraine verteilt. Michael erzählt von den vielen Binnenflüchtlingen. Der Not ist bisher auf privater Ebene begegnet worden. Es gilt die Hilfe nun zu strukturieren. Michael möchte gerne in 6 kleinen Dörfern 200 Kilometer südlich von Kiew 6 Feldküchen aufbauen, um die Not der Fliehenden aufzufangen und ihnen Nahrung und Child-Friendly-Spaces zu bieten. Dafür braucht er 88.500 €. Go4peace entscheidet, diese Summe für ihn durch vielfältige Aktionen aufzubringen. Es ist ein bewegender Augenblick am Telefon. Wir weinen gemeinsam am Telefon. Es ist der Augenblick, in dem etwas Neues beginnt.

Time-out
Wir Sind zutiefst erschüttert über das Leiden des ukrainischen Volkes. Wir haben uns entschieden, täglich um 14 Uhr ein „Time-out“ zu halten, eine kurze Auszeit, um uns im Gebet oder im Schweigen für und mit den Menschen der Ukraine zu verbünden.

Wer ein Gebet mag, kann dieses nehmen.

Barmherziger Gott des Friedens, 

sprachlos und ohnmächtig kommen wir zu Dir. 
Wir beobachten das brutale Geschäft des Krieges, 
steigende Aggressionen und Bedrohungen. 
Erfolglos scheinen alle Vermittlungen zu sein, 
die Angst vor Vernichtung und Leid geht um.  

In dieser Situation bitten wir Dich
um neuen Geist für Frieden und Versöhnung,
um Einsicht und Bekehrung der Herzen.
Mit Deiner Hilfe wird es nicht zu spät sein,
Entscheidungen zu ermöglichen,
die Zerstörung und Elend beenden.  

Im Namen all jener, die unmittelbar
betroffen, bedroht und involviert sind,
ersehnen wir das Wunder des Friedens –
für die Ukraine, Russland, ganz Europa und die Welt.  

Du Gott des Lebens, des Trostes und der Liebe,
wir vertrauen auf Deine Güte und Vorsehung.  

Amen.  

Bischof Hermann Glettler, Innsbruck

Friedens-Erfahrungen
Außerdem laden wir ein, konkrete kleine Erfahrungen des Friedens, die wir in unserem alltäglichen Leben machen, in der App go4peace zu teilen, wenn möglich in der jeweiligen Muttersprache und in englischer Sprache. Diese Erfahrungen werden auch von Jugendlichen in der Ukraine gelesen. Sie können kleine Hoffnungszeichen der Ermutigung sein.

 

 

© All rights reserved. go4peace 2022

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau!

Newsletter

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung

Kontakt:

Meinolf Wacker
Kirchplatz 7
59174 Kamen

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!