In einem Gespräch durfte ich hören: „ Im Urlaub auf einer kleinen Insel hatte ich mich sehr auf den Vorabendgottesdienst am Samstag gefreut. Ich war schon früh in der Kirche, langsam wurde mir klar, es würde den Gottesdienst nicht geben. Eine Familie mit zwei halbwüchsigen Kindern kam ebenfalls in die Kirche. Sie fragten, ob wir ein Lied singen sollten, als auch sie merkten, dass kein Gottesdienst sein würde. Gern willigte ich ein. Dann bot ich an, die Tagestexte aus einer App zu lesen, was wiederum diese Familie gerne annahm. Weitere Menschen kamen. Auch sie luden wir ein, ihr Lieblingslied zu sagen, so dass wir’s gemeinsam singen konnten. Nach dem Evangelium tauschten wir uns über die Texte aus. Auch Fürbitten kamen uns aus dem Herzen und am Ende gab’s noch einen Segen. Es war eine tiefe Freude in uns, über diese spontane, Stück für Stück gewachsene gemeinsam gefeierte Andacht. Wir hatten am Ende das Gefühl, dass wir alle nicht ‚hungrig‘ nach Hause gegangen sind, vielmehr hatte uns Gott genährt - mit Seinem Wort, im Gebet, in der Gemeinschaft miteinander , in der ER spürbar unter uns war. Es war ein Geschenk und neu die Erfahrung: Gott sorgt für uns. Lange noch standen wir miteinander in der Kirche und in den letzten Tagen erreichte mich sogar noch eine Mail der Familie, die zuerst angekommen war. Sie wollten nur noch einmal DANKE sagen.