Ich war an einer weiterführenden Schule unterwegs. Bis zu einem vereinbarten Gespräch mit einigen Lehrern blieb noch ein wenig Zeit. Ich setzte mich ins Schüler-Café. An einem Tisch saß eine junge Frau aus Nigeria. Wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte von mir, wie ich als 18-Jähriger auf der Suche nach meinem Lebensweg gewesen war und was mir geholfen hatte, Klarheit zu finden und aufzubrechen. Die junge Frau fasste schnell Vertrauen und ließ mich wissen, wie sehr sie Angst hatte vor dem Augenblick, wo die Schule vorbei war und sie ihr Abi in den Händen halten würde. „Ich hab noch keinen blassen Schimmer, was ich dann machen werde!“ Über eine halbe Stunde sprachen wir miteinander. Abends schrieb ich dem Sozialarbeiter der Schule, er solle die Abiturientin grüßen und sie wissen lassen, dass meine Gebete sie begleiteten. Wenig später kam die Antwort. „Marie sagte: Euer Gespräch gestern hat ihren Tag gerettet. Sie freut sich sehr über deine Gebete und betet ihrerseits für dich!“