Frieden – dieses kostbare Gut, wie können wir Jugendlichen Wege eröffnen, um selber zu Friedensstifter*innen zu werden? – Mit dieser Frage saßen wir in einem kleinen Team einer Gesamtschule zusammen. Alle 1500 Schüler*innen würden einen kleinen Friedensmahner aus Holz bekommen, aber an welchen konkreten Schritt könnte sie diese kleine Holzstehle immer neu erinnern. Ich erzählte, dass ich Menschen immer wieder verspräche, in schweren und herausfordernden Lebenssituationen an sie zu denken und für sie zu beten. „Ich gebe diesen Menschen dann konkret einen Platz in meinem Herzen und begleite und trage sie dort mit. Oft, wenn ich abends noch in unserer Kirche für sie gebetet habe, stecke ich eine Kerze für sie an und schicke ihnen ein Foto davon. Ich spüre, dass ich in Frieden mit ihnen bin, wenn sie in meinem Herzen sind.“ Ganz aufmerksam hörte eine muslimische junge Sozialarbeiterin zu. „Ich bin ganz gerührt“, ließ sie mich wissen, „diesen Weg, anderen in meinem Herzen einen Ort anzubieten, habe ich noch nie bedacht. Aber ich freue mich, dass jetzt mal ausprobieren zu können. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, erzähle ich dir von meinen Erfahrungen.“