Seit einigen Monaten begleiten wir zusammen mit einer befreundeten Familie drei junge afghanische Frauen auf ihrem oft schweren Weg in ein neues Leben. Sie leben sehr zurückgezogen und mussten große Ängste bewältigen. In Deutschland erlebten sie, dass Menschen, denen sie ihr Vertrauen geschenkt hatten, ihre Notlage ausnutzen wollten. Ihre Offenheit für unsere Kultur und ihr Entschluss, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, führte dazu, dass einige Menschen der gleichen Herkunft sie aus ihrer Gemeinschaft ausschlossen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag besuchten wir sie, brachten Geschenke und verbrachten einen friedlichen Nachmittag bei ihnen. Unsere Freundin, die auch aus Afghanistan stammt, half bei der Übersetzung und die drei Frauen konnten schon zaghaft ihre neu erworbenen Deutschkenntnisse anwenden. Im Laufe des Nachmittags wurde die Atmosphäre immer entspannter und ihre Augen strahlten. Am Abend erreichte uns eine Nachricht von ihnen: „Es bedeutet uns sehr viel, dass wir nicht alleine sind. Wir kennen sonst niemanden hier richtig. Wir freuen uns immer, dass ihr alle für uns da seid. Danke für alles!“ Das Vertrauen dieser Frauen nach ihren schlimmen Erfahrungen war für uns ein wertvolles Geschenk. Jesus hatte in diesen Momenten seinen Frieden an uns alle verschenkt. Wir freuen uns, den Weg in die Zukunft mit ihnen weiterzugehen.