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Hals- und Beinbruch

In einer Mail las ich: Meine Chefin hat sich das Bein gebrochen und musste im Krankenhaus bleiben. Sie fällt mindestens für längere Zeit aus, was eine hohe Arbeitsbelastung für unser Team bedeutet. Gesten habe ich sie besucht. Wir haben allerlei geplaudert und ich habe sie gefragt, ob es ok sei, wenn eine gläubige Freundin einmal unseren Betrieb anschauen würde. „Na klar“, war ihre Antwort. "Woher kennen Sie sie?“ Und schon entwickelte sich ein Gespräch, in dem ich zum ersten Mal sagen konnte, dass ich Christin bin, viele Fragen an die Kirche habe, meinem Glauben aber treu geblieben bin und auf der Suche nach neuen Formen, ihn zu leben, sei. Gebannt hörte sie zu und dann ihre Antwort: „Mir geht es genauso.“ Ich war platt, das hatte ich nicht vermutet, Gott war noch nie ein Thema zwischen uns. Dann fragte sie mich, ob ich ein betender Mensch sei und bat mich – nach meiner bejahenden Antwort - um mein Gebet für sie. „Das bedeutet mir sehr viel!“ fügte sie hinzu. - Wofür nicht auch ein Beinbruch gut sein kann! Mit einer innigen Umarmung haben wir uns verabschiedet und uns zugesichert, füreinander zu beten!