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Konkrete Projekte

„Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ fragte ich drei junge Männer, die mit ihren Kindern gekommen waren, die als Sternsinger unterwegs waren. Mit einem der Männer, gut 35 Jahre alt, entwickelte sich ein lebendiges Gespräch. Er erzählte von seiner Firma, die er selbständig leitete und in der er in der Auto-Branche 25 Mitarbeiter beschäftigte. Sie kamen aus vielen verschiedenen Ländern und hatten oft keine abgeschlossene Berufsausbildung, aber viel praktische Erfahrung. Auch seine Heimat lag weit entfernt von Deutschland in Kasachstan. „Mir ist es wichtig, all denen, die sonst kaum einen Job bekommen, hier eine Chance zu geben!“ ließ er mich wissen. „Und wie gelingt da ein inneres gemeinsames Verstehen?“ fragte ich interessiert nach. „Ich versuche immer herauszufinden, wer was kann und binde die Leute dann in kleine konkrete Projekte in der Firma ein, wo sie einander in ihrer Verschiedenheit kennen und schätzen lernen können! Und das Klima ist richtig gut bei uns, denn die Leute – mit all ihren schweren Erfahrungen – fühlen sich angenommen und akzeptiert!“ Voller Freude sagte ich ihm: „Wirklich ein  Stück lebendige Menschheitsfamilie!“ – „So hab ich das noch nie gesehen, aber so ist es wirklich!“ war seine Antwort.