beim Frisör

Gerade aus dem Friedenscamp in Sarajevo zurückgekehrt, ging ich zum Frisör. Ich fragte meine Frisörin, während sie mir die Haare schnitt, ob sie denn bald Urlaub habe. Daraufhin fragte sie mich, ob ich auch schon im Urlaub war. Ich erzählte ihr von Bosnien, und völlig begeistert sagte sie, dass sie aus Serbien stamme! Wir freuten uns riesig über diesen „Zufall“ und tauschten uns über die Geschichte der beiden Länder, die Bräuche und Besonderheiten von Serbien und Bosnien aus. Ich erfuhr zum Beispiel, dass der serbische Kaffee noch ein wenig anders als der bosnische aufgebrüht wird! Sie gab mir einen Tipp, wo ich hier vor Ort den Kaffee kaufen kann und freute sich einfach total darüber, dass jemand so viel Interesse an ihrem Heimatland zeigte und sie sich mit jemandem darüber austauschen konnte! Als ich bezahlte, legte sie mir noch für die nächste Reise die Küste Kroatiens ans Herz, die sehr sehenswert sei. Unglaublich – denn ich hatte mir genau dies als eines der nächsten Reiseziele überlegt. Wir verabschiedeten uns mit einem großen Lächeln.

Erfahrungen, Ich bin glücklich!

Erschütterung

Vor einiger Zeit hatte ich meiner Tante eine Lebensordnung vorgestellt, die für mich ausgesprochen erstrebenswert ist und die unter anderem das tägliche Lesen und Verinnerlichen des Evangeliums enthält. Gestern nun sagte sie in einem Telefonat, dass ich ihr Leben ganz schön durcheinander gebracht habe. "Wie das?" war meine erstaunte Frage. "Naja, mein Mann und ich haben wieder die Bibel hervorgeholt, lesen jetzt auch täglich das Evangelium und kommen darüber ins Gespräch. Eigentlich hatte ich mir mein Leben, mein christliches Leben, ganz bequem eingerichtet, mit sonntäglicher Messe und so, aber nach unseren Gesprächen habe ich gespürt, dass da doch viel mehr sein muss."

Erfahrungen, Ich suche meinen Weg!

2012

Im Jahr 2012 findet Ihr Erfahrungen zu den biblischen Worten, die den Perlen des Glaubens zugeordnet sind, nur hinter dem obigen Symbol der Perlen verborgen. Zu jedem Monat bringen wir mindestens 10 Erfahrungen!
Das OnWordTeam

Erfahrungen, unklar

Geteiltes Leben

aus einer Mail:
Ich habe mich heute auf den Weg gemacht:. Eine Frau aus meiner Pfarrei hatte mich  angerufen, um mir  Stoffe anzubieten - für die Arbeit mit den Asylanten. Eine ganze Kiste voll!! Wahnsinn! Ich musste drei Mal zum Auto laufen, so schwer war die Kiste!! Richtig tolle Stoffe!!
In der letzten Woche, als ich bei einer jungen Frau aus dem Kongo in den Asylanten-Wohnungen war, mussten wir leider feststellen, dass sie das Nähmaschinenfüßchen verloren hat! So ist die Maschine leider unbrauchbar...! Glücklicherweise habe ich im Internet einen Versand gefunden, der die passenden Füßchen hatte. Noch warten wir auf die Post! Aber aus Studentenzeiten hatte ich noch eine klitzekleine Handnähmaschine, batteriebetrieben und nur für Säume geeignet! Egal! Batterien waren schnell besorgt (von meinem Mann!) und so bin ich heute mit einem ersten Teil der Stoffe zu der Kongolesin  gefahren plus der kleinen Maschine. Sie hat sich so gefreut!! Es ist immer so schön bei ihr!! Wir haben bestimmt zwei Stunden zusammen gesessen, erzählt, einfach Zeit zusammen verbracht! Ein junger Mann aus Bangla Desh kam noch dazu, auch er brauchte etwas Hilfe und suchte neuen Lebensmut... Neue Verabredungen haben wir getroffen!                                                    P.B.

Erfahrungen, Ich bin glücklich!, Gemeinsam schaffen wir das!

Kirche wird Familie

Am Sonntag nach der Messe kam der Studentenpfarrer zu mir und fragte mich,  ob ich spontan Mittwoch noch Firmpatin werden könne. Er erzählte mir von einem Theologie-Studenten, der sich in der Hochschulgemeinde firmen lassen wollte. Seine Familie hatte nie besonderes Interesse an Kirche. Er hat zunächst nach der Kommunion versucht, dabei zu bleiben, aber in der Jugendzeit wurden dann doch Feiern etc. wichtiger. Irgendwie war aber doch etwas in ihm geblieben, dass er Theologie studieren wollte und so stand jetzt die  Firmung an. Beim letzten Vortreffen hatte er dann erzählt, dass er  keinen Paten finden konnte. Eine Freundin hatte zuerst zugesagt, dann  aber doch wichtigere Termine, seine Familie wohnt weit weg und hatte  keine Lust zu kommen und seine Kumpels, so sagte er, haben damit  schon gar nichts am Hut.
Ich fühlte mich “überfallen” und wollte erst noch eine Nacht darüber schlafen. Ich hab dann viel  nachgedacht über meine Firmung und was danach alles in mir aufgebrochen  ist und über die Situation des Studenten, gerne ganz in die Kirche aufgenommen sein  zu wollen, aber so alleine dazustehen, dass nicht einmal ein Mensch sich  bereiterklärt, sein Pate zu werden.
Ich entschloss mich, zuzusagen und das Patenamt zu übernehmen. Eine Dreiviertelstunde vor dem Firmgottesdienst traf ich ihn zum ersten Mal. Etwas schüchtern stand er vor der Kirche. Noch stärker wurde mir deutlich, wie alleine er  war und wie schwierig es dadurch für ihn ist, seinen Glauben  zu leben.
Es folgte dann eine wunderschöne Feier. Nach der Firmspendung schielte er kurz über seine Schulter und grinste mich an, blieb aber immer noch recht verschlossen. Und wenn ich kurz woanders war, stand er meist etwas  verloren alleine rum. Als er nach dem offiziellen Teil der Feier schnell  nach Hause fahren wollte, hab ich ihm noch ein kleines Kreuz mit der  Aufschrift: "Ich bin bei euch alle Tage" geschenkt und ihm gesagt, dass ich diese Erfahrung ganz oft machen durfte und es mein großer Wunsch  auch für ihn sei. Er war ganz gerührt und sagte: "Ich bin so froh,  endlich richtig dazuzugehören. Wenn ich sonst in die Kirche gegangen  bin, fehlte mir irgendwas, ich hatte noch nicht richtig JA zu Gott gesagt."
Ich merkte ihm an, dass er wirklich erleichtert und gelöst war, diesen Schritt getan zu haben. Ich hab ihn dann noch nach Hause gefahren  und es entstanden weitere gute Gespräche. Als wir bei ihm zu Hause  waren, verabredeten wir uns noch für den nächsten Sonntag zur Messe. Er wohnt zwar recht weit weg, aber eine Fahrgelegenheit organisierte sich auch wie von selbst. Ich bin gespannt, wo sein Weg weiter hinführen wird  und ob er endlich eine Art "Zuhause" in der Kirche bei uns in der  Studentengemeinde finden kann.
KS

Erfahrungen, Gemeinsam schaffen wir das!

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Kontakt:

Meinolf Wacker
Kirchplatz 7
59174 Kamen

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